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14.08.2017

EM-Starter in der Spanischen Hofreitschule

Standesgemäß wurden die österreichischen Vertreter an der Reitsport-EM im schwedischen Göteborg in der Spanischen Hofreitschule verabschiedet. „Diese Europameisterschaften sind das sportliche Highlight des Jahres 2017 und wir sind in allen vier Disziplinen vertreten,“ zeigte sich OEPS-Präsidentin Elisabeth Max-Theurer im Rahmen des Medientermines zuversichtlich.

Österreichs Hoffnungen für die Europameisterschaften in Göteborg. © Ernst Kopica
Österreichs Hoffnungen für die Europameisterschaften in Göteborg.
© Ernst Kopica
Die Zahlen aus Göteborg beeindrucken: 600 Pferde, 300 Sportler aus 30 Ländern, 27.000 Sitzplätze im Stadion und 1.400 Volunteers. Auch das dortige Pferdesportpublikum ist weltbekannt für seine Begeisterung, davon konnte sich bereits Hugo Simon bei seinem ersten Weltcupsieg überzeugen. Österreichs heuriger Hoffnungsträger Max Kühner, der in seiner derzeitigen Form sogar Außenseiterchancen auf eine Medaille besitzt: „Ich war im Springreit-Komitee als der Zuschlag an die Schweden erfolgte. Die Organisation ist dort unschlagbar, das erlebte ich bei meiner Weltcupfinalteilnahme. Hoffentlich können sie die Hallenatmosphäre auch ins Freiluftstadion übertragen!“ Der Wahltiroler bringt den zehnjährigen Chardonnay an den Start, zu dem er ein besonders Verhältnis hat:
„Ich hatte noch nie so ein gutes Pferd wie ihn und er hat eine eigene Geschichte. Ich kannte ihn schon als junges Pferd und als seine frühere Besitzerin den Bestand verkleinerte kam er zu mir in den Stall. Mit seinen 1.60 schien er aber zu klein für mich, obwohl er toll gesprungen ist. Daher verkaufte ich ihn an einen Freund, der aber nach zwei Jahren meinte, dass ich ihn zurückkaufen solle. Als er sechsjährig war erwarb ich also 50% und im Jahr darauf den Rest. Wirtschaftlich gesehen war es also nicht meine beste Entscheidung,“ schmunzelt Kühner über die Karriere des Schimmels. „Das Wort Angst kennt er nicht. Mit einem solch selbstbewussten Pferd in ein Championat zu gehen ist wirklich schön. Unsere einzige Schwäche ist das Zeitspringen, da Chardonnay nicht der Schnellste ist.“
Max Kühner in der historischen Sattelkammer der "Spanischen". © Ernst Kopica
Max Kühner in der historischen Sattelkammer der "Spanischen".
© Ernst Kopica
Mit im Springreit-Team sind noch Julia Houtzager-Kayser, Roland Englbrecht und Christian Rhomberg. „Christoph Obernauer wird als Ersatzmann erstmals EM-Luft schnuppern dürfen,“ lüftet Marcus Wallishauser das Aufstellungsgeheimnis. „Unser Team ist heuer stärker als in den Jahren zuvor.“
Unsere EM-ReiterInnen und tatkräftige Lipizzanerunterstützung. © Ernst Kopica
Unsere EM-ReiterInnen und tatkräftige Lipizzanerunterstützung.
© Ernst Kopica
In der Dressur werden die rot-weiß-roten Farben von einem sehr ausgeglichenen Quartett vertreten, das auch abseits des Viereckes sehr gut harmoniert. Vici Max-Theurer begrüßt es, dass ihr die Staatsmeisterin Belinda Weinbauer intern Paroli bieten kann. Über ihre eigenen Chancen wagt sie keine Voraussagen: „Da Blind Date im letzten Jahr eine Championatspause hatte ist eine Prognose nur schwer möglich.“ Für Weinbauer wird es mit Söhnlein Brilliant das erste große Championat sein, Christian Schumach und Astrid Neumayer besitzen diesbezüglich bereits mehr Routine.
Während Springen und Dressur im riesigen Ullevi-Stadion ausgetragen werden, sind die beiden nahegelegenen kleineren Arenen der Paradressur und den Fahrbewerben vorbehalten, der Fahrmarathon wird sich durch die ganze Stadt schlängeln. Titelverteidiger Pepo Puch „schwänzte“ den Medientermin aus einem einfachen Grund: Er befand sich schon auf der Anreise nach Göteborg. In der „Spanischen“ vertrat ihn aber die junge Julia Sciancalepore bestens. Die 21jährige Kärntnerin (genau so alt wie ihr Pferd Pommery) verstärkte schon das Para-Team in Rio, diesmal sind auch noch Michael Knauder und Bernd Brugger mit von der Partie.
Als „Einzelkämpfer“ freut sich Andreas Ruschitzka schon auf den Wettstreit mit 21 anderen Viererzügen aus ganz Europa: „Bei den Weltmeisterschaften durfte ich schon 2008 und 2016 antreten, die Europameisterschaften sind für mich und meine Kladruber Neuland und eine logistische Herausforderung!“