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22.06.2012

Es geht auch anders

Vielfach stand der moderne Dressursport in den vergangenen Jahren in der Kritik, zu verbissen wurde versucht das Prinzip des Schnellerhöherweiter auch auf das Dressurreiten zu übertragen - meist sehr zu Lasten der Pferde. Doch eine Wende scheint in Sicht.

Wenn das derzeit hippste Reiter-Pferd-Paar und einige der besten DressurreiterInnen der Welt alles stehen und liegen lassen, um in einem Tiroler Bergnest Dressurlektionen vom Feinsten zu zeigen, wenn nicht einmal Nebelschwaden und Regengüsse die gute Laune trüben können, wenn das Ganze den Charakter eines herzlichen Festes hat, auf dem sich jeder willkommen und wohl fühlt, und wenn zum Schluss Stars wie Beatrice Ferrer-Salat und Carl Hester dem Veranstalter Rosen streuen und vom schönsten Dressurturnier der Welt schwärmen, dann war dies das 17. Manfred Swarovski Gedächtnisturnier am Schindlhof in Fritzens. Und das Schönste daran: Evelyn Haim-Swarovski und Klaus Haim gelingt scheinbar mühelos, was anderen nicht einmal mit viel Aufwand glücken will. Weil sie Pferde lieben und weil sie mit dem Herzen dabei sind. Gewiss, der Name Swarovski hat Strahlkraft und ermöglicht vieles – aber was man am Schindlhof spürt, kann man auch mit viel Geld nicht kaufen: echtes Bemühen, den Pferden gerecht zu werden und den Dressursport glänzen zu lassen. Und etwas Glanz hat die Dressur durchaus nötig. Zu verbissen wurde in den vergangenen Jahren häufig versucht, vielfach mit wenig pferdefreundlichen Methoden, das Schnellerhöherweiter des allgemeinen Sportspektakels auch auf eine so sensible Disziplin wie das Dressurreiten zu übertragen. Mit dem ursprünglichen Gedanken, dass die Dressur der Gymnastizierung des Pferdes und diese der Erhöhung seiner Schönheit und Erhaltung seiner Gesundheit dient, hat der moderne Dressursport leider meist wenig zu tun. Im Gegenteil.

Doch scheint eine Wende erkennbar. Mit Carl Hester und seiner Schülerin Charlotte Dujardin ist eine neue Leichtigkeit in den Dressursport eingekehrt. Dressurreiten kann Spaß machen, Dressurreiten muss nicht zu Lasten der Pferde gehen, auch Dressurpferde können ein weitgehend artgerechtes Leben mit Koppelgang und Geländeritten führen. Das ist die Botschaft der Briten. Und das Schönste: Sie sind auch noch sportlich hoch erfolgreich. (Mehr über Carl Hester und seine Pferde zeigt die Horse-&-Country-DVD „At home with Carl Hester“ lesen Sie hier). Selbst wenn Carl Hester nicht Olympiasieger wird, ist er jetzt schon der Dressurkönig der Herzen.
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