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28.11.2011

Französische Reitkunst nun Kulturerbe

14 Traditionen hat die UNESCO anlässlich einer Sitzung auf der indonesischen Insel Bali zum „immateriellen Kulturerbe“ erklärt, darunter die traditionelle französische Reitkunst, wie sie in der bekanntesten französischen Reitschule, dem Cadre Noir, bis heute weiterlebt.

Cadre Noir de Saumur © Alain Laurioux - IFCE
Wie die Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen Hofreitschule Wien, gehört nun auch die traditionelle französische Reitkunst des Cadre Noir zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
© Alain Laurioux - IFCE
Zum immateriellen Kulturerbe zählen Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes verstehen. Dabei geht es nicht um die Sammlung hochkultureller Meisterleistungen, sondern um Wissen, Tradition und Brauchtum, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. 2010 erhielt die Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen Hofreitschule Wien den Kulturerbe-Titel. Nun ziehen die Franzosen nach.

Die Begründung der UNESCO für die Aufnahme: Die französische Reitkunst läge besonderen Wert auf eine harmonische Beziehung zwischen Reiter und Pferd. Dabei stünde der Respekt vor dem Partner Pferd und dessen körperlicher und geistiger Bedürfnisse im Vordergrund. „Leichtigkeit” und eine enge Beziehung zum Pferd hätten einen hohen Stellenwert in der französischen Reitkunst zudem würde der Austausch zwischen den Generationen gepflegt und älteren Reitern großer Achtung entgegengebracht.

Gegründet wurde die Elite-Reitschule 1814 als Ausbildungsstätte für die berittenen Einheiten des französischen Militärs. Wie in Wien werden auch im Cadre Noir Schulen über der Erde gezeigt, dabei setzen die Reiter auf Voll- und Warmblüter, die nicht nur in der Dressur ausgebildet werden, sondern auch Spring- und Geländetraining erhalten.