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02.12.2015

Klassische Reitkunst und Hohe Schule an der Spanischen zum Weltkulturerbe ernannt

Die Spanische Hofreitschule in Wien feiert heuer ihr 450-jähriges Bestehen. Am Mittwoch gab’s von der UNESCO ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Die Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen wurden zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit ernannt.

Die Klassische Reitkunst der Spanischen Hofreitschule in Wien ist neben zwei anderen österreichischen Brauchtümern als immaterielles Weltkulturerbe gelistet. © Spanische Hofreitschule
Die Klassische Reitkunst der Spanischen Hofreitschule in Wien ist neben zwei anderen österreichischen Brauchtümern als immaterielles Weltkulturerbe gelistet.
© Spanische Hofreitschule
Die Entscheidung über die Aufnahme fiel im Rahmen der 10. Tagung des Zwischenstaatlichen Komitees des UNESCO Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes in Windhoek/Namibia.

Seit Jahren bemühte man sich an der Spanischen Hofreitschule um die Auszeichnung. Die Begeisterung darüber, dass es mit der Aufnahme nun endlich geklappt hat, ist entsprechend groß:  „Ich freue mich sehr über diese internationale Auszeichnung, die einmal mehr die Besonderheit dieses einzigartigen österreichischen Kleinods zeigt - der ältesten Reitschule der Welt mit ihren Bereitern und weltberühmten Lipizzanern, die die klassische Reitkunst der Hohen Schule seit Jahrhunderten in Wien pflegen und für die Zukunft bewahren“, sagte Elisabeth Gürtler, Generaldirektorin des traditionsreichen Institutes.

Mündliche Weitergabe

Die Spanische Hofreitschule Wien ist die älteste Reitschule der Welt, an der die klassische Reitkunst in der Renaissancetradition der "Hohen Schule" weiter gelebt und gepflegt wird. Bis heute wird das Wissen um die klassische Reitkunst von einer Bereitergeneration an die nächste mündlich weitergegeben. Das Institut sei nicht nur Teil der Identität Wiens sondern auch Teil der Identität Österreichs. Sie repräsentiere eine Tradition des Landes, die seit der k.u.k. Monarchie bestehe, so Gürtler. „Das tägliche harmonische Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier und die Ausbildung und Qualifikation auf höchstem Niveau hat die österreichische Kunst zu Pferd – auf und über der Erde – schon vor langer Zeit über die heimischen Grenzen hinweg bekannt gemacht. Das ehrt nun auch die UNESCO - ein großartiger Abschluss unseres erfolgreichen 450-Jahr-Jubiläums.“

Gratulation zur Auszeichnung gab’s auch aus dem Kulturministerium. „Die Reitkunst ist eine seit Jahrhunderten gelebte Tradition, auf die wir zu Recht stolz sein können", freute sich Kulturminister Josef Ostermayer, der die Auszeichnung gleichzeitig als Verpflichtung sieht, dieses wertvolle Kulturerbe weiter zu pflegen, zu erhalten und zugänglich zu machen.

Spanische ist drittes immaterielles Kulturerbe in Österreich

Erst seit 2003 hat man sich bei der UNESCO entschlossen auch Volksbräuche und Traditionen als Kulturgüter anzunehmen. Dadurch sollen oft Jahrhunderte alte, oft nur mündlich überlieferte Sitten eine besondere Wertschätzung erhalten. Bisher umfasst die repräsentative UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit 314 Ausdrucksformen aus allen Weltregionen. Die weitaus meisten Einträge verzeichnet China, gefolgt von Japan und Südkorea. Die Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen Hofreitschule zu Wien ist neben „Falknerei“ und „Fasnacht in Imst – Schemenlaufen“ das dritte Element aus Österreich, das mit einer Aufnahme geehrt wurde.
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