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05.11.2014

Neue Einigkeit bei Hufschmiedeausbildung

Nach den Auseinandersetzungen im vergangenen Jahr haben sich die Veterinärmedizinische Universität Wien und die Bundesinnung für Metalltechniker zu einer Ausbildungskooperation auf neuer Basis zusammengefunden.

Die neue Ausbildungskooperation zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Bundesinnung Metalltechnik soll eine qualitativ hochwertige Huf- und Klauenbeschlagsausbildung mit staatlichem Abschluss sicherstellen. © Vetmeduni Vienna
Die neue Ausbildungskooperation zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Bundesinnung Metalltechnik soll eine qualitativ hochwertige Huf- und Klauenbeschlagsausbildung mit staatlichem Abschluss sicherstellen.
© Vetmeduni Vienna
Noch vor einem Jahr schien eine weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern mehr als ungewiss. Die Weigerung der Innung, drei Kandidaten zum Hufschmiedelehrgang 2013 an der Vetmeduni Vienna zuzulassen entzündete ein Zerwürfnis, das zum damaligen Zeitpunkt unüberbrückbar schien (detaillierte Hintergrundinfos finden Sie in der Ausgabe 3/2013 der Pferderevue, für AbonnentInnen nachzulesen in unserem Online-Archiv.)

Am 4. Juni folgte ein klärendes Gespräch zwischen Hufschmied Josef Frech, Bundesbeauftragtem
für Hufschmiede der Bundesinnung für Metalltechniker, und Prof. Dr. Florien Jenner, Leiterin der Universitätsklinik für Pferde der Veterinärmedizinischen Universität Wien, um die wesentlichen
Eckpunkte einer neuen Kooperation festzuschreiben bei der beide Partner ihr spezielles Know-how einbringen können.

„Ein korrekt gepflegter Huf ist wichtig für die Pferdegesundheit. Gut ausgebildete Hufschmiede stehen deshalb im Zentrum unserer Bemühungen“, wird Jenner in einer Presseaussendung der Vetmeduni Vienna zitiert. Eine fundierte Hufschmiedeausbildung umfasse daher nicht nur Fertigkeiten in der Metallverarbeitung (wie sie von Seiten der Bundesinnung gefordert, Annm.) sondern auch entsprechende Kenntnisse der Pferdeanatomie und der (orthopädischen) Pferdekrankheiten.

Die neu definierte Zusammenarbeit zwischen der Bundesinnung Metalltechnik und der Vetmeduni Vienna soll dies nun ermöglichen. „Jeder Partner bringt seine Kernkompetenzen mit ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen von der Universität das veterinärmedizinische Theoriewissen. Der Praxisteil wird von Schmieden der Bundesinnung abgehalten“, erklärt Josef Frech.

Örtlich werden die Lehrgänge einerseits am Campus der Veterinärmedizinischen Universität Wien in Floridsdorf und andererseits im Pferdezentrum Stadl-Paura in Oberösterreich angeboten. Inhaltlich sind die Kurse beider Standorte ident. Der praktische Teil des Hufbeschlagskurs wird an beiden Standorten von Hufschmieden der Innung unterrichtet. Die theoretische Ausbildung für alle künftigen Hufschmiede erfolgt an der Universitätsklinik für Pferde. "Dank der neuen Kooperation treffen wir nun alle Hufschmiede, auch jene, die ihre Ausbildung in Stadl-Paura absolvieren. So haben wir mehr Kontakt zu den Hufschmieden insgesamt“, zeigt sich Jenner im Interview mit der Pferderevue zufrieden.

Zugang für QuereinsteigerInnen bleibt erhalten

Interessierte können sich in Zukunft über die Bundesinnung Metalltechnik anmelden. Der nächste Eignungstest für den Hufbeschlagskurs findet am 14. November statt. Dabei sind Grundfertigkeiten in der Metallbearbeitung nachzuweisen, die beispielsweise durch einen vorangegangenen Lehrabschluss im entsprechenden Bereich erworben wurden. Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern bleibt, wie bisher gehandhabt und wie gesetzlich vorgeschrieben, die Teilnahme weiterhin offen. Vorbereitungskurse für den Eignungstest werden ebenfalls angeboten.
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