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19.07.2012

Przewalski-Stuten für die Mongolei

Bereits zum zweiten Mal wurden vier der seltenen Wildpferde aus dem Prager Zoo in ihre ursprüngliche Heimat, die mongolische Wüstensteppe, gebracht. Der Transport ist Teil eines Auswilderungsprogramms um den Fortbestand der Rasse zu sichern.

Seit den 1920er Jahren engagiert sich der Prager Zoo an der Aufzucht der selten gewordenen Przewalski-Pferde. Durch gezielte Auswilderungsinitiativen ist es gelungen, diese letzte echte Wildpferdeart wieder freier Wildbahn zu etablieren. © Joël Behr - fotolia.com
Seit den 1920er Jahren engagiert sich der Prager Zoo an der Aufzucht der selten gewordenen Przewalski-Pferde. Durch gezielte Auswilderungsinitiativen ist es gelungen, diese letzte echte Wildpferdeart wieder freier Wildbahn zu etablieren.
© Joël Behr - fotolia.com
Am vergangenen Dienstag begann für Anežka, Xara, Greta und Spela die lange Reise in ihre neue Heimat, das Schutzgebiet „Große Gobi-B“ im Südwesten der Mongolei. Nach 18 Stunden im Flugzeug und weiteren 200 km mit dem Lastwagen erreichten die vier polnischen Przewalski-Stuten am Mittwoch endlich ihre neue Heimat nahe der chinesischen Grenze. Dort sollen sie die nach einer Dürreperiode auf 50 Tiere dezimierte Wildpferde-Polulation verstärken.

2011 hatte der Prager Zoo, der auch das internationale Zuchtbuch für die Wildpferderasse führt, erstmals vier seiner Przewalski-Pferde im mongolischen Reservat ausgewildert. Eine Aktion, die von Erfolg gekrönt war, denn zwei der polnischen Stuten haben in diesem Jahr bereits für Nachwuchs gesorgt. Jetzt hoffen die Verantwortlichen, dass die Eingliederung der Neuzugänge ähnlich positiv verläuft. Frisches Blut hat der mongolische Przewalski-Bestand auch dringend nötig.  2009/2010 sorgte ein besonders kalte Winter für eine starke Dezimierung der Herde, nur 49 Tiere überlebten die eisigen Temperaturen.

1969 wurde das letzte freilebende Przewalski-Pferd gesichtet. Lediglich das Engagement einiger Großgrundbesitzer und Zoos ermöglichte den Fortbestand der Rasse, die heute einen geschätzten Restbestand von weltweit 2.000 Tieren umfasst.

Quelle

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