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08.09.2014

Vorsicht Fallobst: Die süßesten Früchte ... sind manchmal sehr gefährlich

Fallobst auf der Weide ist für viele Pferde eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Doch frisches Obst ist nicht immer gesund, der unkontrollierte Konsum von Äpfeln, Birnen, Zwetschken und Co kann schnell zu Durchfällen oder Koliken führen.

Pferd Weide Apfel fressen © regataFly - fotolia.com
Obstbäume auf der Koppel sollen in der Ernstezeit großräumig ausgezäunt werden - die reifen Früchte werden von den Pferden zwar mit Vorliebe gefressen, können aber großen Schaden anrichten.
© regataFly - fotolia.com
Besonders problematisch ist Steinobst auf der Pferdeweide. Die Kerne enthalten Amygdalin, welches bei der Verdauung - sofern das Pferd den Kern vorher zerbeißt - in giftige Blausäure aufgespalten wird. Viel problematischer ist es allerdings, wenn sich im Ganzen verschluckte Kerne im Verdauungstrakt festsetzen und dort eine Kolik auslösen. Aber auch Äpfel oder Birnen gelten nur in kleinen Mengen als unbedenklich, denn der für Pferdemägen ungeeignete hohe Fruchtsäuregehalt bringt den empfindlichen Darm schnell aus dem Gleichgewicht. Empfindliche Tiere reagieren häufig mit Durchfall und auch das Kolikrisiko steigt durch die oft damit verbundene Fehlgärung. Nicht selten verursachen Äpfel und Birnen bei hastigen Fressern zudem eine lebensgefährliche Schlundverstopfung, die umgehend vom Tierarzt behandelt werden muss.

Allergierisiko bei Wespen- und Bienenstichen

Das reife Obst hat übrigens nicht nur unter den Pferden seine Fans. Auch Wespen und Bienen werden von dem süßen Geruch der Früchte angelockt und können von den Pferden leicht mitgefressen werden. Ein Stich ins Maul oder in den Hals kann wiederum eine allergische Reaktion mit teilweise dramatischen Folgen für den Vierbeiner nach sich ziehen.

Auch wenn Fallobst noch so gut schmeckt - die Nachteile überwiegen die Vorteile klar, weshalb Streuobstwiesen in der Erntezeit tabu für Pferde sein sollten. Das Risiko, das von einzelnen Bäumen ausgeht, kann durch eine großzügige Auszäumung entschärft werden, alternativ bringt das regelmäßige und penible Entfernen des Fallobstes bzw. die zeitnahe Ernte der Früchte an den unteren Ästen zusätzliche Abhilfe.