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09.06.2017

Kevin Thornton über Urteil: "FEI will Exempel statuieren"

Nach dem Urteil des FEI-Tribunals in der Causa Kevin Thornton meldet sich nun der Reiter zu Wort. Er bestreitet die gegen ihn vorgebrachten Anschuldigungen vehement und sieht sich als Opfer einer Hexenjagd.

© www.slawik.com
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Im Oktober 2016 war der zehnjährige Wallach Flogas Sunset Cruise während des Trainings auf einem Mehrtagesturnier in Cagnes-Sur-Mer (FRA) zu Tode gekommen. Zeugen wollen gesehen haben, wie der Schimmel von seinem Reiter Kevin Thornton im wilden Galopp über die Rennbahn der Anlage gehetzt und mehrfach massiv mit der Peitsche geschlagen wurde. Flogas Sunset Cruise brach schließlich zusammen und verendete an Ort und Stelle. Die FEI erhob in Folge Anklage wegen Tierquälerei und verurteilte Thornton zu einer Geldbuße von 10.000 Schweizer Franken und einer viermonatigen Turniersperre.

Während man bei der FEI das Urteil des Tribunals als unerwartet milde beurteilte, ist Thornton anderer Ansicht. „Ich bin verärgert und sehr enttäuscht“, leitete der Ire seine Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite ein. Er würde die Untersuchungen der FEI in vollem Umfang unterstützen, da das Wohlergehen der Pferde höchste Priorität für den Sport habe, so Thornton. Dennoch habe er den Eindruck, die FEI wolle an seinem Fall ein Exempel statuieren – und würde sich die Fakten zurechtbiegen, so Thornton weiter.

„Das Urteil gründet sich auf den Aussagen einiger weniger Zeugen, die die FEI handverlesen hat und die allesamt in der Nähe des FEI-Hauptquartiers in Lausanne leben. In den Aussagen jedes dieser von der FEI vorgebrachten Zeugen gab es Widersprüche. Ist es nicht seltsam, dass all diese Zeugen einer Gruppe von Bekannten angehören, die 600 Kilometer entfernt von Cagnes Sur Mer leben, dem Ort, an dem das Turnier stattfand?“

Weiters ist Thornton überzeugt, dass auch die Ergebnisse der Autopsie für seine Unschuld sprechen. „Bei der Autopsie wurde kein physischer Beweis dafür gefunden, dass es eine Misshandlung des Pferdes gegeben hat.  Es gab gab weder Sporenstiche, noch Peitschenstriemen noch Zeichen von Schweiß auf dem Fell.“

Von einer Anfechtung des Urteils vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) sieht der Reiter dennoch ab. „Ich muss auch an die Kosten denken. Diese traurige Angelegenheit hat mich bereits eine Menge gekostet und obendrein habe ich auch noch einen Teamkameraden verloren. Selbst wenn ich vor dem CAS Erfolg hätte, könnte der Großteil der Konsequenzen dieses Falles nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der Prozess würde Zeit in Anspruch nehmen - zweifellos einige Monate - und bis dahin wird die Suspendierung wieder aufgehoben werden. Ich schließe den Fall lieber ab und blicke nach vorne.“

ps
 
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