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13.06.2017

Verband reagiert auf Aufreger-Ritt mit dreimonatiger Sperre

Der Strafausschuss des OEPS hat eine erste Maßnahme in der Angelegenheit rund um den Springreiter Bernhard Maier ergriffen. Der Burgenländer wird nach seinem viel diskutierten Ritt auf dem zehnjährigen Hengst Paddy's Darco vorerst für die Dauer von drei Monaten von sämtlichen pferdesportlichen Veranstaltungen ausgeschlossen.

Symbolfoto © Tomas Holcbecher
© Tomas Holcbecher
Das Direktorium des Österreichischen Pferdesportverbandes befasste sich heute ausführlich mit dem am Montag publik gewordenen Vorfall. Der Burgenländer Bernhard Maier war beim CSI* in Wr. Neustadt durch einen seither heftig diskutierten Ritt auf dem irisch gezogenen Hengst Paddy's Darco aufgefallen. Ein Videomitschnitt löste international einen Sturm der Entrüstung aus, seit seiner Veröffentlichung wurde das Video fast eine Million Mal gesehen.

Wie der OEPS mitteilte, wurden die Berichte, Protokolle und Stellungnahmen der drei Richter des betreffenden Bewerbs eingefordert und dem Strafausschuss des Österreichischen Pferdesportverbands übergeben.

Das Statement, das einstimmig verabschiedet wurde, im Wortlaut: „Wir werden alles tun, damit solche Vorfälle unseren großartigen Sport nicht weiter massiv schädigen. Dieser Reiter wird vom zuständigen Strafausschuss die entsprechenden Sanktionen unserer strengen Regularien erfahren. Wir schützen unseren Sportpartner Pferd, wir schützen unseren Sport und wünschen uns, dass alle Akteure im Pferdesport – ReiterInnen, RichterInnen, Stewards, TrainerInnen, Grooms – ihre große Verantwortung wahrnehmen.“

Als erste Konsequenz und vorläufige Maßnahme hat der Vorsitzende des Strafausschusses des Österreichischen Pferdesportverbandes, RA Univ.-Prof. Dr. Michael Enzinger, gemäß § 2021 der Österreichischen Turnierordnung ÖTO, Maier für die Dauer von drei Monaten von der Teilnahme an sämtlichen pferdesportlichen Veranstaltungen im In- und Ausland ausgeschlossen.

Ob es auch Konsequenzen für das Richterteam geben wird, das den Reiter nach einer Reihe von desaströsen Sprüngen bzw. Nicht-Sprüngen erst nach der zweiten Verweigerung abgeläutet hat, dazu hat sich der OEPS bislang noch nicht geäußert. Nach Meinung des hörbar aufgebrachten Publikums und allem Augenschein nach hätte der Ritt wesentlich früher abgeläutet werden müssen und auch können. Bei einem internationalen Turnier wie jenem in Wr. Neustadt sind der Präsident der Jury und der Foreign Judge für sofortige Maßnahmen zuständig. Sicher ist jedenfalls, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.