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10.05.2017

Österreichs Erfolgshengst Abrek gestorben

Österreichs Stempelhengst Abrek ist nicht mehr. Der russische Trakehnerhengst starb Anfang Mai im stolzen Alter von 33 Jahren.

Der russische Trakehner Abrek gilt als Stempelhengst der Warmblutpferdezucht in Österreich. © Manfred Leitgeb
Der russische Trakehner Abrek gilt als Stempelhengst der Warmblutpferdezucht in Österreich.
© Manfred Leitgeb
Der 1984 im russischen Traditionsgestüt Kirow geborene Abrek machte seinen Weg über die Slowakei nach Österreich zu Familie Beinwachs. Aufgrund seiner Eigenleistung im Springen mit Erfolgen bis Klasse S, erhielt er nicht nur in Österreich eine Zulassung zum Deckeinsatz sondern auch beim Deutschen Trakehnerverband.

Der Erfolg des Hengstes war kein Zufall. Abreks Vater Ech-Ma ist Großvater des unter Holger Hetzel international erfolgreichen Waitakis, mütterlicherseits findet sich mit Aktiv ein dreimaliger Weltcupteilnehmer für die USA im Pedigree des noblen Fuchshengstes. Einen hochkarätigen Schuss Blut brachte die Mutterlinie über den Vollblüter Singapur xx mit, die zurück auf den legendären englischen Derbysieger Blue Peter xx, keinem geringeren als den Großvater von Holsteins Linienbegründer Ladykiller xx.

Erfolgreiche Nachkommen

Aufgrund seiner Trakehner Abstammung wurde Abrek von den österreichischen Züchtern anfangs nur zögerlich eingesetzt. Dennoch sollte der Hengst viele erfolgreiche sportliche Nachkommen im Springen, in der Vielseitigkeit und in der Dressur hervorbringen.

Als absolutes Aushängeschild gilt Celine d‘ Abrek. Die Fuchsstute aus einer Calvadur-Zeus-Mutter wurde zweijährig Österreichischer Freispringchampion. Inzwischen ist sie unter Gerald Beck in internationalen Springen bis Grand Prix erfolgreich. Ebenfalls im S-Parcours mit hervorragender Manier und Vermögen überzeugen Aachen, Abrek's Samantha und Celina.

Auf Bundesebene stellte Abrek mit Lara das Siegerfohlen des AWÖ Bundeschampionats 2009, die dreijährig als Niederösterreichische Landessiegerstute hervorging, vierjährig den Titel Österreichischer Freispringchampion und 2015 im alter von nunmehr sechs Jahren den 2. Platz beim Bundeschampionat der ÖWB Springpferde holte.

In Anpaarung mit der BWP-Stute Dolfangerin (v. Belgischen Stempelhengst Flügel van la Roche) brachte Abrek den sprunggewaltigen Dunkelfuchshengst Abrek van la Roche, der ebenfalls in Österreich über Eigenerfolge in Springen der Klasse S gekört ist. Geritten wurde Abrek van la Roche von seiner Züchterin Barbara Beinwachs. In Kroatien im Deckeinsatz ist der in Österreich gezüchtete Trakehnerhengst Farao, der unter Susanne Haber in Platzierungen bis Klasse S im Dressurviereck sammelt.

PM/ps
Eine besondere Anerkennung als Deckhengst wurde Abrek 2016 im Alter von 33 Jahre mit der Zulassung für die Belgische Warmblutzucht (BWP) zuteil. „Für Abrek ist das eine besondere Auszeichnung und Ehre, denn das BWP gilt einfach als Hochburg-Zuchtstätte für internationale Springpferde“, freute sich Barbara Beinwachs über den schönen Erfolg.

Seinen Lebensabend verbrachte Abrek bei Familie Beinwachs in Katzelsdorf, wo er über 20 Jahre lang ein wichtiges Mitglied der Familie war. „Ich vermisse ihn täglich, er war ein ganz besonderer Hengst, charakterlich und qualitativ ein Ausnahmepferd. Abrek hat uns nicht nur viel Freude bereitet, wir haben durch ihn viele Freunde weltweit gewonnen.“

Abrek steht auch weiterhin europaweit über TG-Samen zur Verfügung um Züchtern die wertvollen Gene der Trakehner Hauptbeschäler Pythagoras und Pilger sowie des bekannten Vollblüters Blue Peter xx zu erhalten.