Das Dressur-Weltcup-Finale geht von 8. bis 12. April in Fort Worth, Texas (USA) über die Bühne – und zwar nicht ohne österreichische Beteiligung: Bettina Kendlbacher und ihr 13-jähriger AWÖ-Wallach Broadmoars Don Alfredo haben das Ticket für Texas nicht zuletzt aufgrund herausragender Leistungen bei den letzten Weltcup-Stationen Stuttgart, Basel und Neumünster in der Tasche.
Aus der Western European League können insgesamt neun Paare (maximal drei pro Nation) zum Finale entsendet werden – mit ihren 44 Punkten reihte sich die Steirerin auf Platz elf ein. Wie Bettina Kendlbacher im Gespräch mit EQWO.net verrät, haben die Absagen anderer Reiter:innen ihr und Don Alfredo ein Antreten beim Finale ermöglicht: „Uns hat die Nachricht erreicht, dass wir nachrücken könnten und ob wir den Platz haben wollen.“
Zur Freude über die Chance, ihr Können in den USA zu präsentieren, mischten sich aber vor allem zu Beginn auch verhaltenere Gefühle: „Ich war zuerst eher skeptisch, weil es nie ein Ziel war und doch mit viel Aufwand verbunden ist. Das Pferd ist noch nie geflogen und keine Ahnung, wie wir alle mit dem Jetlag umgehen. Aber nach genauerem Überlegen habe ich gemerkt: Es ist etwas ganz besonderes und eine große Ehre, wenn man die Gelegenheit bekommt und es scheinbar auch einfach so sein soll.“
Erste österreichische Weltcup-Finalistin seit 2018
Kendlbacher beendet mir ihrer Teilnahme eine lange Durststrecke im österreichischen Dressursport: Sie ist die erste heimische Weltcupfinalistin in dieser Disziplin seit 2018. Damals trat Belinda Weinbauer mit Söhnlein Brillant MJ beim Finale in Paris an und wurde Dreizehnte.
In Fort Worth wird Bettina Kendlbacher übrigens als einzige Athletin die rot-weiß-rote Fahne hochhalten. Max Kühner hat sich dazu entschlossen, trotz erfolgreicher Qualifikation, nicht beim Finale der Springreiter anzutreten.