Göteborg war in mehrererlei Hinsicht ein besonderes Turnier für Felix Koller. Erstmals ging der Oberösterreicher bei einem Weltcupturnier der Fünf-Sterne-Kategorie an den Start – und prompt endete die Premiere mit Weltcuppunkten und einer Schleife.
Seit Felix Koller den Beritt der 13-jährigen Holsteiner Stute Cossinelle übernommen hat, geht es für den 28-Jährigen sportlich steil bergauf. Bereits bei seinem gemeinsamen Debüt in Kronenberg im vergangenen Oktober machte das neu formierte Duo mit einem dritten Platz im CSI2*-Grand-Prix auf sich aufmerksam. Zwei Monate später ging es für Koller und die Cascadello-Tochter bei den Amadeus Horse Indoors in Salzburg erstmals über 1,60 Meter – ein Abwurf und Platz fünf im Großen Preis lautete das starke Ergebnis. Nach einem Zwischenstopp in Opglabbeek Anfang Februar stand am vergangenen Wochenende der nächste Meilenstein in der noch jungen Karriere des Paares an: die Weltcup-Station in Göteborg.
Der Auftakt klappte nahezu perfekt: Im Hauptspringen über 1,55 m am Freitag zeigten Koller und seine Stute, dass sie die internationale Konkurrenz nicht zu fürchten brauchen. Ein Abwurf bedeutete Platz 15, nur knapp außerhalb der Platzierungen – ein Ergebnis, das Selbstvertrauen gab.
Im Weltcup-Grand-Prix am Sonntag wurde auf 1,60 Meter augestockt und der Schwierigkeitsgrad angezogen. Felix Koller und Cossinelle gingen als drittes Paar in den Parcours und zeigten eine kontrollierte, souverän gerittene Runde. Der Abwurf am mächtigen Oxer mit der Nummer 8 war letztlich Pech. Dennoch lieferten die beiden einen der stärksten Ritte des Tages und sicherten sich Platz elf im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld.
Mit diesem Ergebnis und seinem fünften Platz im Salzburger Grand Prix hat Koller bereits die Hälfte der notwendigen Resultate für eine Einstufung in den A-Kader des OEPS gesammelt. Der erste Schritt in Richtung Weltmeisterschaft in Aachen.
Sieg für Greve
Nur acht Paare bewältigten den Weltcup-Umlauf in Göteborg ohne Fehler. Im Stechen setzte sich der Niederländer Willem Greve auf Grandorado TN N.O.P. mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt vor seiner Landsfrau Kim Emmen auf Imagine N.O.P. und der Schwedin Malin Baryard-Johnsson mit H&M Indiana durch.
Die Ergebnisse im Detail gibt es hier.