Gerfried Puck und Equitron Naxcel V lassen sich nach ihrem Freitags-Sieg feiern. © DET | Lukasz Kowalski
Nach kurzer Turnierpause wurde die internationale Serie im Al Shaqab Reitsportzentrum trotz des weiter andauernden Iran-Krieges fortgesetzt. Von 24. bis 29. März stand ein Springturnier der Fünf-Sterne-Kategorie auf dem Programm – dem Gerfried Puck maßgeblich seinen Stempel aufdrückte.
Für 15 Paare ging es im Hauptbewerb am Freitag über 1,55 m, sechs blieben fehlerfrei. Im darauffolgenden Stechen gab es kein Vorbeikommen am Österreicher und seinem Top-Pferd, dem 13-jährigen belgischen Hengst Equitron Naxcel V. Mehr als eineinhalb Sekunden nahm das Duo dem Syrer Mohamad Mogheeth Alshehab im verkürzten Parcours ab. Das war der Sieg für Puck samt 26.500 Euro Preisgeld.
Auch Ali Al Khorafi aus Kuwait gelang mit seinem Wallach I die Doppelnull, Platz drei war sein Lohn. Die absolut schnellste Zeit von allen ging auf das Konto des saudischen Olympiareiters Abdulla Al Sharbatly auf Frenchy VDS – ein Abwurf ließ das Duo aber auf Rang vier zurückfallen.
Überraschungssieg im Großen Preis
Am Sonntag stand mit dem Großen Preis (325.000 Euro Dotation) das Highlight der Woche auf dem Programm. Dabei sorgte die Französin Cyrine Cherif für eine handfeste Überraschung: Mit dem in Lewitz geborenen Triple T Calamando Blue feierte die aktuelle Nummer 1085 der Weltrangliste nach zwei fehlerfreien Runden den Sieg – der bislang größten Erfolg ihrer Karriere.
Nur ein weiteres Paar schaffte neben Cherif den Sprung ins Stechen: Faleh Suwead Al Ajami und sein zehnjähriger Belgier Wathnan Quatro. In der Entscheidung war das Paar aus Katar zwar deutlich schneller, musste sich nach einem Abwurf aber mit Rang zwei begnügen. Für US-Reiterin Kristen Vanderveen und Bull Run's Jireh wurde es nach einem Zeitfehler im Umlauf Rang drei.
Kein Problem mit der Zeit hatten die Freitags-Sieger Gerfried Puck und Naxcel, leider fiel diesmal jedoch eine Stange. Als schnellstes „Vierer“-Paar wurde es für das Duo immerhin Platz fünf, der mit 26.000 Euro auch ordentlich dotiert war.
Gerfried Puck und Idiaal Special © DET | Lukasz Kowalski
Sechs Sekunden schneller als der Sieger
Schnell war Puck auch mit Idiaal Special, den er für den Großen Preis auf Drei-Sterne-Niveau gesattelt hatte. Nach einem fehlerfreien Umlauf matchten sich die beiden mit Nasou Kayali und Figueras de Laume um den Sieg. In Sachen Zeit hatte die Konkurrenz aus Jordanien keine Chance – Puck und Idiaal waren fast sechs Sekunden schneller im Ziel. Trotzdem stand Kayali am Ende ganz oben auf dem Treppchen: Im Gegensatz zu Puck blieben bei ihm alle Stangen liegen. Platz zwei und weitere 14.000 Euro dürften für den Österreicher aber ein versöhnliches Trostpflaster gewesen sein.
Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.