Dressur

Ulrike Prunthaller Dritte in Dortmunder Geister-Kür

Ein Artikel von Pamela Sladky | 16.03.2020 - 11:33
2753_0007_1.jpg

Ulrike Prunthaller und Bartlgut's Quebec © Tomas Holcbecher/holcbecher.com

Der Signal Induna Cup in Dortmund wird wohl für einige Zeit das letzte Turnier sein, über das es in der Reitsportwelt zu berichten gibt. Der Veranstalter hatte sich im Vorfeld dazu entschlossen, das Turnier angesichts der Corona-Krise unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen. Zum Schutz der Reiter und des Pflegepersonals wurden die Bewerbe von Donnerstag bis Samstag deshalb ohne Zuschauer auf den Tribünen abgehalten. Am Sonntagvormittag war auch mit dieser Schmalspurvariante Schluss: Auf Verfügung der Stadt Dortmund wurde die Traditionsveranstaltung um 10.30 Uhr für beendet erklärt und damit das vorzeitige Aus für Grand Prix Spécial und den Große Preis besiegelt.

Keine Auswirkung hatten die Absagen auf Ulrike Prunthaller. Die Bartlgut-Bereiterin war als einzige österreichische Vertreterin nach Dortmund gereist, einem von neun Wahlturnieren auf dem Weg zu einer möglichen Olympiaqualifiaktion. 72 % im Grand Prix gilt es für Olympia-Aspiranten zu erreiten – bei zwei verpflichtenden Sichtungsturnieren und einem Wahlturnier – um die Chance auf einen Platz im rot-weiß-roten Dressur-Team zu wahren. Eine Hürde, die Ulrike Prunthaller und Bartlgut’s Quebec bei ihrem ersten Anlauf in Dortmund allerdings noch deutlich verfehlt haben. Das Paar kam nach einer nicht ganz spannungsfreien Prüfung mit Fehlern in den Wechseln mit 69,538 Prozent aus dem Viereck, die Platzierungen der Jury reichten von Rang acht bis Platz 16. Am Ende reihte sich das oberösterreichische Duo im 22-köpfigen Starterfeld auf Rang zwölf ein. An der Spitze standen Ingrid Klimke und Franziskus. Im Sattel des westfälischen Hengstes dominierte die Reitmeisterin die Prüfung deutlich mit 75,217 Prozent. Das zweitbeste Ergebnis lieferte der Finne Henri Ruoste mit dem belgischen Wallach Kontestro (72,717 %) vor Dorothee Schneider (GER) auf Faustus 72,065 %.


Prunthaller am Podest

Das Spitzentrio sowie zwölf weitere Paare entschieden sich danach für den Grand Prix Spécial, der später der Turnierabsage zum Opfer fiel. Davon verschont blieben Ulrike Prunthaller sowie sechs weitere Reiterinnen, die für die Kür am Samstagabend genannt hatten. Im zweiten Anlauf klappte es für das Duo aus Oberösterreich dann auch deutlich besser. Als vorletzte Starterin zeigte das Bartlgut-Duo eine sichere Kür, bei der diesmal auch die Wechsel gelangen. Von den Richtern gab es 74,394 Prozent für die Darbietung. Das reichte für den dritten Platz hinter Fabienne Lütkemeier auf Fabregaz (75,813 %) und Isabell Werth auf dem zwölfjährigen Grand-Prix-Debütanten Den Haag (75,438 %).

Alle Ergebnisse im Detail gibt's hier.