Dressur

St. Margarethen: Zwei Siege für Franziska Fries und Te Quiero SF bei Debüt

Ein Artikel von Pamela Sladky | 28.03.2022 - 10:04

Te Quiero SF war 2021 der Senkrechtstarter der österreichischen Dressurszene. Zusammen mit Christian Schumach im Sattel gab der braune Totilas-Sohn im Mai sein internationales Debüt in der Großen Tour und zeigte auf Anhieb, dass die schwierigsten Lektionen ein Kinderspiel für ihn sind. Für sein drittes Turnier flog der Holsteiner bereits nach Tokio zu den Olympischen Spielen, wo er sich trotz seiner mangelnden Routine stark präsentierte und prompt für das beste österreichische Ergebnis sorgte. Den Einzug in den Spécial verpasste das Paar, das auf Rang 21 landete, nur knapp. Auch der nächste Auftritt sollte anlässlich eines Championats stattfinden, diesmal bei den Europameisterschaften in Hagen (GER). Zum Abschluss der Saison gab es noch einen Sieg und einen fünften Rang beim Weltcupturnier in Zakrzow (POL).

Dass Te Quiero nicht nur unter Christian Schumach eine gute Figur macht, sondern auch mit seiner Besitzerin Franziska Fries wie am Schnürchen läuft, zeigte er beim nationalen Turnier in St. Margarethen (25.-27.3.). Bei seinem gemeinsamen Debüt in der Mittleren Tour holte das Paar auf Anhieb zwei Siege. In der Inter II am Freitag gab es von den drei Richter:innen 69,737 %, im zweiten Anlauf am Samstag vollzog das Paar eine deutliche Steigerung und kam mit 71,93 % aus dem Viereck.

„Zu Beginn war ich noch sehr vorsichtig (mag wohl an den sehr großen Fußstapfen liegen) aber Toti hat einen brillanten Job gemacht und mir ein richtig tolles Gefühl gegeben. Was für ein Pferd!“, freute sich Franziska Fries über ihr gelungenes Debüt.

Die 28-Jährige hat Te Quiero nach seinem Spitzenjahr nun wieder vollständig übernommen, weshalb der Wallach von Schumachs Anlage in Muraunberg (K) zu Fries nach Bad Vöslau (NÖ) übersiedelt ist. Unterstützung gibt der Kärntner nun vom Boden aus. "Christian kommt so oft wie möglich zu uns zum Training und es war natürlich eine riesen Umstellung von Atomic auf Toti", verrät Franziska Fries im Gespräch mit der Pferderevue. Die Niederösterreicherin will es mit Te Quiero trotz dessen beachtlicher Erfolge im Vorjahr erstmal ruhig angehen lassen. "Ich möchte voraussichtlich Ende April nochmal in St. Margarethen starten und dann schauen wir weiter. Wenn es weiter so gut läuft, würde ich natürlich heuer noch gerne international starten, aber ich seh das ganz entspannt und stressfrei. Ich möchte gute Runden abliefern und harmonisches Reiten zeigen, das steht und stand für mich schon immer im Vordergrund", so Fries.

Die Ergebnisse im Detail gibt's hier zum Nachlesen.