Springen

Calgary: Max Kühner fantastischer Dritter in 3 Millionen Dollar Grand Prix

Ein Artikel von Pamela Sladky | 09.09.2019 - 08:51
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Max Kühner und Chardonnay auf dem Weg zu Platz drei
© WorldofShowjumping

Unter dem Sattel hatte Kühner sein Erfolgspferd Chardonnay. Und dass der diesmal wieder gut drauf ist, hatte der zwölfjährige Hengst im Laufe des Wochenendes gleich mehrfach mit fehlerfreien Runden gezeigt, unter anderem im Six-Bar-Springen am Freitag, in dem der Clarimo-ASK-Sohn über 1,95 m zum geteilten Sieg sprang.

Im Rolex Grand Prix am Sonntag gingen Kühner und Chardonnay dann zusammen mit 47 weiteren Pferd-Reiter-Paare an den Start. Im 1,70 m Parcours, der nicht ohne Grund zu den schwersten der Welt zählt, kamen nur acht Kombinationen ohne Fehler ins Ziel. Vor allem die kurze Linie vom großen Wasser in die doppelte Kombination mit zwei Steilsprüngen bereitete vielen Startern Probleme, auch die Rolex-Dreifachkombination war knifflig zu springen und sorgte für zahlreiche Abwürfe. Davon unbehelligt blieben Max Kühner und Chardonnay. Das Paar zeigte eine Bilderbuchritt und schaffte damit beste Voraussetzungen für einen Spitzenplatz.

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© WorldofShowjumping

Im zweiten Umlauf mehrten sich aufgrund des noch einmal erhöhten Schwierigkeitsgrad die Fehler. Der Belgier Francois Mathy Jr. und sein Uno de la Roque waren die ersten, die nur einen Abwurf ins Ziel retteten. Mit einem zusätzlichen Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung und einem weiteren aus Runde übernahm das Duo mit gesamt sechs Fehlerpunkten auf dem Konto vorläufig die Führung. Die hielt, bis Max Kühner und Chardonnay einritten. Das österreichische Spitzenpaar zeigte einmal mehr eine hervorragende Runde, hatte jedoch einen Abwurf und einen Fehler aus der Zeit. Fünf Strafpunkte in 66,78 Sekunden galt es danach zu schlagen – eine Herausforderung, die der nachfolgende Australier Rowand Willis auf Blue Movie nicht nur annahm, sondern auch erfolgreich meisterte. Danach lautete die neue Messlautte vier Fehlerpunkte in 65,93 Sekunden.

Und auch diese sollte noch einmal unterboten werden. Denn Beezie Madden und ihr fantastischer elfjähriger Darry Lou waren die einzigen, die die zweite schwierige Runde ohne Springfehler meisterten. Der Lohn für dieses Meisterstück war neben dem prestigeträchtigen Sieg ein staatliches Preisgeld: 1 Million Dollar. Madden ist übrigens die erste Frau, die in der siebenjährigen Geschichte mit 21 Siegern des Rolex Grand Slam eine der drei Etappen für sich entscheiden konnte.

„Es ist großartig, hier zu gewinnen und die Chance auf den Grand Slam zu haben – oder zumindest einen Teil davon“, freute sich die US-Amazone im Siegerinterview. Gewinnt Madden die nächste Etappe des Rolex Grand Slam im Dezember in Genf, winkt neben dem dortigen Preisgeld noch ein Bonus in Höhe von 500.000 Euro. „Wir haben schon im Vorfeld überlegt, ob wir in Genf an den Start gehen werden. Ich schätze, diese Frage ist nun geklärt.“

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Große Freude bei Max Kühner über zwei super Runden mit Chardonnay im viell. schwierigsten Parcours der Welt © WorldofShowjumping

Groß war die Freude auch bei Max Kühner. Für seinen dritten Platz sackte der Wahl-Tiroler immerhin noch 445.000 Dollar ein. Der Trip nach Übersee hat sich also mehr als bezahlt gemacht. „Es ist unser erstes Mal in Calgary und ich muss sagen, dass es mich wirklich beeindruckt hat. Das ist hier wirklich ein großartiger Veranstaltungsort und ich bin sehr froh, dass wir hier sein können“, sagte Kühner gegenüber CBC.

„Mein ganzes Team hat einen super Job gemacht hier in Kanada, allen voran natürlich Chardonnay, der fantastisch gesprungen ist. Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an Rolex und das Team Spruce Meadows für über 500.000 kanadische Dollar Preisgeld“, schmunzelte Kühner.

Alle Ergebnisse im Detail gibt's hier.