Springen

Rom: Österreich holt Platz 6 im Nationenpreis

Ein Artikel von Redaktion | 24.05.2024 - 19:30
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Team Austria - Christoph Obernauer, Gerfried Puck, Equipechefin Dr. Angelika May, Max Kühner und Katharina Rhomberg - auf dem historischen Piazza di Siena. Die weißen Deko-Plastikpferde machten den Deckhengsten während des Bewerbs das Leben unnötig schwer.
© OEPS | Stefano Grasso

Mit gesamt 20 Fehlerpunkten nach zwei Runden und einer Zeit von 224,32 Sekunden belegte die rot-weiß-rote Equipe im 5*-Nationenpreis in Rom Platz 6 hinter den Teams aus Deutschland (0 FP), Irland (4 FP), Belgien (8 FP), USA (8 FP) und Mexiko (8 FP) sowie vor Mannschaftsweltmeister Schweden (20 FP), Gastgeber Italien (20 FP), Australien (32 FP) und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

„Ein 6. Platz auf diesem Turnier und bei diesem Starterfeld ist aller Ehren wert“, meint Equipechefin Angelika May im Gespräch mit der Pferderevue. Besonders lobende Worte hat die Tirolerin für Katharina Rhomberg und Max Kühner. Rhomberg lieferte mit ihrem Supertalent, dem erst neunjährigen Colestus Cambridge, als Österreichs Startreiterin gleich einmal eine Nullrunde, im zweiten Umlauf musste das Paar nach einem Flüchtigkeitsfehler am überbauten Wasser nur vier Zähler anschreiben. „Kathi war großartig. Der Fehler im zweiten Umlauf war schade, aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau“, so die Equipechefin. Auch Max Kühner streute seiner Teamkollegin Rosen. „Ich bin begeistert von Kathi und ihrem Schimmel, die beiden haben das heute ganz toll gemacht, er ist super gesprungen, sie ist super geritten.“

Für Kühner selbst lief es am Piazza di Siena optimal. Mit seinem Spitzenpferd Elektric Blue P blieb der Weltranglisten 7. zweimal souverän fehlerfrei, beide Runden waren Marke Lehrbuch. „Blue kommt ganz stark aus seiner Pause zurück. Mich hat heute besonders gefreut, dass er die Herausforderung sehr einfach, sehr leicht gemeistert hat.“
 

Störfaktor Dekopferde

Nicht ganz so einfach hatte es heute Gerfried Puck, dessen feuriger Deckhengst Equitron Naxcel V durch die Dekopferde am Plankensprung massiv abgelenkt war. Seinen ersten Umlauf beendete das Paar völlig uncharakteristisch mit 15 Fehlerpunkten auf dem Konto. „Wir kennen diese Pferde schon von der EM in Mailand. Damals hat man sie entfernt, nachdem es massive Einwände vonseiten der Reiter gab. Offenbar erinnern sie die Deckhengste an ein Phantom. Naxcel hatte im ersten Umlauf wirklich nur Augen für die beiden Schimmel“, berichtet Angelika May. Rolf-Göran Bengtssons Hengst Zuccero sammelte aus demselben Grund im ersten Umlauf sogar 54 Strafpunkte.

Deutlich konzentrierter bei sich hatte Puck sein Testosteronbündel im zweiten Umlauf. Mit vier Fehlerpunkten brachte das Paar ein sehr versöhnliches Ergebnis ins Ziel. „Dass sie die zweite Runde so hinbekommen, war wirklich eine große und sehr positive Überraschung“, kommentierte die Equipechefin.

Für Christoph Obernauer und Kleons Renegade lief es bei ihrem ersten 5*-Einsatz seit Abu Dhabi im Jänner 2023 nicht so gut wie erhofft. Das Paar steuerte im ersten Umlauf 12 Fehlerpunkte zum Teamergebnis bei, in Runde zwei bildeten sie mit zwei Abwürfen das Streichergebnis.
 

Road to Paris

Als nächste Station für Österreichs Nationenpreismannschaft auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Paris wartet in zwei Wochen (5.-9.6.) das CSIO5* in La Baule (FRA), eine Woche später (12.-16.6.) steht dann mit dem CSIO4* in Sopot (POL) gleich noch ein Nations Cup auf dem Programm. „Und dann hat die Angi hoffentlich einen Plan, wen sie im Büro anmeldet“, scherzt Kühner im Pferderevue-Gespräch.

Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.