Springen

Gerfried Puck und Naxcel gewinnen in Doha

Ein Artikel von Pamela Sladky | 16.03.2026 - 13:02
9052_Gerfried Puck (AUT) and Equitron Naxcel V - CSI4. - 140, Doha Equestrian Tour 2026, H.H. The Father Amir's Prix, 2nd to 4th of January 2026, Doha, Qatar. PC_(C)DET_Lukasz Kowalski(1).jpg

Gerfried Puck und Equitron Naxcel V © Lukasz Kowalski | dohatour.qa

In den vergangenen Wochen wurden unter großer medialer Aufmerksamkeit viele internationale Spitzenspringpferde samt Pfleger:innen aus Katar ausgeflogen – darunter auch Max Kühners Pferde, mit denen der Wahl-Tiroler eigentlich, wie so viele seiner Kolleg:innen, beim Auftakt der neuen Global Champions Tour-Etappe hätte antreten wollen.

Doch nicht alle Pferde und Reiter:innen haben Doha nach dem Ausbruch des Krieges verlassen – oder verlassen können. Zu ihnen zählt Gerfried Puck, der schon seit vielen Wochen mit seinen vierbeinigen Partnern in der katarischen Hauptstadt stationiert ist und nun dort festsitzt. 

Die Absage der Global-Champions-Tour bescherte dem Al Shaqab Reitsportzentrum und den verbliebenen Reiter:innen und ihren Pferden eine vorübergehende Zwangspause. Doch in der Vorwoche entschieden sich die Veranstalter dazu, den Turnierbetrieb wieder aufzunehmen. Zwar nicht, wie ursprünglich geplant, mit dem Auftakt der dreiteiligen Doha-Tour. Dafür aber mit einem gut dotierten nationalen Turnier.

Das deutlich zusammengeschrumpfte Programm bot an drei Tagen fünf Prüfungen, als Höhepunkt stand der mit 60.000 Euro dotierten Großen Preis am Samstag auf dem Plan. 42 Paare hatten sich dafür eingetragen, der Großteil von ihnen Reiter:innen aus der Region, es gingen aber auch einige internationale Gäste an den Start.

Im Grundumlauf über 1,50 m gab es 13 fehlerfreie Ritte zu sehen, weitere fünf im Stechen. Schnellster unter ihnen: Gerfried Puck, der seinen Olympiapartner Equitron Naxcel V in 30,54 Sekunden durch den verkürzten Parcours brachte und sich so den Sieg und 15.000 Euro Preisgeld sicherte. Um ein Haar hätte er mit Idiaal Special H.J. auch noch den zweiten Platz geholt, doch nach einem Abwurf wurde es der siebte Platz für die beiden.

Platz zwei ging stattdessen an Abdullah Alsharbatly. Der Saudi hatte Scott Brashs ehemaligen Fünf-Sterne-Sieger Valentino gesattelt und ihn nach fehlerfreien 31,20 Sekunden ins Ziel gebracht. US-Reiterin Kristen Vanderveen, aktuelle Nr. 42 der Welt, belegte mit dem zehnjährigen Starbucks Platz drei (0/31,68).

Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier