Sabine Schranz ist zurück als Bundesreferentin Springreiten im OEPS. Die Position war seit ihrem Rücktritt im August 2023 unbesetzt geblieben.
Für die Niederösterreicherin ist es eine Rückkehr an eine vertraute Wirkungsstätte. Bereits im Dezember 2021 hatte sie die Funktion übernommen und sich rasch als engagierte und fachlich versierte Ansprechpartnerin etabliert. Doch nach nur 20 Monaten legte die ehemalige Casino-Grand-Prix-Gesamtsiegerin frustriert ihr Amt nieder – begleitet von deutlicher Kritik an der damaligen Verbandsführung.
Mit der Abwahl von Langzeit-Präsidentin Elisabeth Max-Theurer und ihrem Team am Dienstag sind diese Konflikte nun Geschichte. Der Weg für ein Comeback von Seeburger-Schranz ist damit frei. Wie der OEPS am Donnerstag mitteilte, hat sie ihre Arbeit bereits aufgenommen und erste inhaltliche Schwerpunkte festgelegt.
Im Fokus steht zunächst die Nachwuchsförderung. „Ein umfassendes Konzept für die Nachwuchsförderung muss erstellt werden. Es braucht eine Vielzahl unterschiedlichster Maßnahmen, um unsere Jugend bestmöglich voranzubringen. Ein besonderes Anliegen ist mir der regelmäßige Austausch mit den Athletinnen, Athleten und deren Eltern, Informationen und Planungen müssen zeitgerecht und transparent transportiert werden.”
Umstrittenes Quali-System fällt
Darüber hinaus kündigt die neue Bundesreferentin eine zentrale sportpolitische Initiative an: Reiterinnen und Reiter sollen bei internationalen Turnieren künftig wieder selbstbestimmter agieren können. Auf Basis des bestehenden Lizenzsystems ist eine Anpassung der aktuellen Regelungen geplant, die dem Präsidium zeitnah vorgelegt werden soll. Damit greift Seeburger-Schranz ein Thema auf, das den österreichischen Springsport seit Monaten intensiv beschäftigt.
Auch strukturell will sie Akzente setzen: Die Landesreferenten sollen stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Das Direktorium signalisiert dafür Unterstützung und verweist auf die zentrale fachliche Rolle der Referenten im Verband.