Voltigieren

Sichtung in Stadl-Paura: Rennen um die Championatsplätze im Voltigieren eröffnet

Ein Artikel von Pamela Sladky | 19.05.2026 - 12:11
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Philip Clement bei der Heim-EM in Stadl-Paura 2025 © PC:(c)Lukasz Kowalski

„In meinem Kopf bildet sich schon eine Mannschaft“, sagt Bundesreferent Manfred Rebel, „aber die Entscheidung fällt natürlich erst nach der zweiten Sichtung.“ Diese findet, wie gewohnt, anlässlich der BLMM statt, die heuer von 19. bis 21. Juni in Seefeld ausgetragen wird. „Dort hat jeder die Möglichkeit, sich noch einmal zu präsentieren.“

Auf einem sehr guten Weg ist Philip Clement. Der Vorjahres-EM-Bronzemedaillengewinner entschied die 3*-Herrenkonkurrenz beim Heim-CVI mit einer Wertung von 8,005 souverän für sich. Vor allem die Pflicht gelang dem Niederösterreicher auf hohem Niveau, hier gab es 8,623 Punkte für Clement auf Louis Bonheur, longiert von Lena Kalcher-Prein.

Bei den Senior-Damen ging der Sieg mit Kimberly Palmer (8,370) an die USA – doch den rot-weiß-roten Damen fehlte nicht viel auf die Amerikanerin: Conny Pikl turnte auf Enjoy the Moment (LF: Melanie Neubauer) zu 8,256 Punkten, Sophie Pittl (Louis Bonheur, LF: Lena Kalcher-Prein) zu 8,206. Mit Sabine Karabece (Calcifer, LF: Maria Lehrmann) knackte noch eine weitere Österreicherin die 8er-Marke.

Baustelle Gruppenpferde

Ein großes Fragezeichen im Hinblick auf die kommenden Championate – für die Junioren und Young Vaulters geht es von 29. Juli bis 2. August nach Le Mans (FRA), für die Senioren von 13. bis 16. August nach Aachen – steht derzeit noch hinter den Gruppen. „Uns fehlen nach wie vor wirklich gute Pferde, um im Gruppenvoltigieren wieder vorne mitspielen zu können. An unseren Athletinnen und Athleten liegt es nicht, die sind ja immer die gleichen und nach wie vor gut“, so Rebel. Mehrere Clubs haben in Pferde investiert, doch bis ein Gruppenpferd auch wirklich auf hohem Niveau performen kann, dauert es zwei bis drei Jahre. „Und nicht immer geht der Plan auf, dass ein Pferd auch wirklich ein Weltklasse-Gruppenpferd wird. Aber es geht den Deutschen und den Schweizern auch nicht viel besser. Die Pferdeproblematik zieht sich überall durch“, erklärt Manfred Rebel.

Junioren Damen dominieren

Deutlich rosiger präsentiert sich die Situation bei den Junior-Damen, die in Stadl-Paura einen überlegenen Dreifachsieg feierten. Angeführt wurde er von Antonia Mayrhofer, die auf Calcifer an der Longe von Maria Lehrmann nach der Pflicht und zwei Kürdurchgängen 8,194 Punkte auf ihrem Konto hatte. Nur einen Wimpernschlag dahinter reihte sich Fanny Seidl auf Rosenstolz (LF: Carnabuci) mit 8,118 Punkten ein. Dana Benedict – ebenfalls mit Calcifer – komplettierte das rein österreichische Podest mit 7,938 Punkten.

Österreich auf eins, zwei und drei hieß es auch in der Damenkonkurrenz der Young Vaulters: Fabiana Kroath (7,684; Louis Bonheur; LF: Lena Kalcher-Prein) holte dank der besten Kür den Sieg vor Clara Ludwiczek (7,554; Lavalino; LF: Klaus Haidacher) und Anna Chiara Rzehorska (7,428; Lavalino; LF: Klaus Haidacher).

Bei den Herren in dieser Altersklasse setzte sich Daniel Klotz-Dedora (7,602; Lavalino; LF: Klaus Haidacher) in einer rein österreichischen Konkurrenz vor Erik Weidenauer (7,431; Jupiter; LF: Antonia Baumann) und Felix Dombacher (6,781; Casim; LF: Sophie Luckner) durch.

Das derzeit beste Pas-de-deux aus österreichischer Sicht bilden Anna Hladik und Hubertus Witzmann auf Fornarina, longiert von Robert Robl. Die beiden belegten in Stadl-Paura Rang zwei (7,526) hinter dem Schweizer Duo Brunner/Brugger (7,791). Lina Rhomberg und Michelle Worz (7,354; Fuerstenberg; LF: Doris Dunst) durften sich über Platz drei freuen.

Bei den Junioren überzeugten Eva Koren und Julia Alber (7,766) auf Killoughter Water Lilley vor Lara Scherer und Julia Hasse (7,753; Aragorn Elmar XV; LF: Sabine Frauenschuh) sowie Josef Schellnegger und Eleanor Harding (7,273; Oenanns Slieve Binnian; LF: Stefanie Hormann-Kowald).

Alle Ergebnisse gibt es hier.