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Pferdehandel
Gefälschte Laborergebnisse: Prozess gegen Pferdehändlerin
Ein Artikel von Redaktion | 15.01.2026 - 09:03
Anfang der Woche hat das Landgericht Osnabrück (DE) den Prozess gegen eine Pferdehändlerin aus Deutschland eröffnet. Ihr wird vorgeworfen, 335 Pferde mit gefälschten Unterlagen nach Mexiko verkauft zu haben.
Konkret wird der 59-Jährigen zur Last gelegt, sie habe in 335 Fällen besonders schwere Urkundenfälschung begangen, indem sie gefälschte Laborberichte beim zuständigen Veterinäramt eingereicht habe. Durch dieses Vorgehen habe die Händlerin Kosten für Untersuchungen der Pferde, die vor deren Ausfuhr nach Mexiko notwendig sind, umgangen und damit 167.000 Euro "gespart".
Abhängig vom Zielland, müssen Pferde vor dem Export eine Reihe an Anforderungen erfüllen – so muss teilweise eine Quarantäne eingehalten werden, die Pferde müssen in jedem Fall ein gültiges TRACES-Zertifikat (amtstierärztliches Gesundheitszertifikat) vorweisen können, das im Falle einer Verbringung mittels Flugzeug, wie im konkreten Fall, 48 Stunden vor Abflug erstellt wird. Hierfür wird in der Regel vom Besitzer oder Verkäufer ein Tierarzt beauftragt und die erhobenen Werte an das zuständige Veterinäramt weitergeleitet, welches nach Prüfung der Unterlagen ein Zertifikat ausstellt.
Anzeige erstattet
Aufgefallen ist der Schwindel rund um die Papiere, weil eine Mitarbeiterin des Veterinäramtes des Landkreis Grafschaft Bentheim misstrauisch wurde, nachdem scheinbar über Jahre hinweg die Werte in den Berichten unverändert blieben – sie erstattete Anzeige und brachte die Ermittlungen ins Rollen.
Insgesamt soll sich die Händlerin so zwischen 2020 und 2023 die Kosten für Untersuchungen in der Höhe von 167.000 Euro gespart haben. Kommt es zu einer Verurteilung, droht der 59-Jährigen eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Ein Urteil wird Anfang Februar erwartet.
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