Nur Scott Brash war besser: Gerfried Puck und Equitron Naxcel V springen auf Platz 2 des 5*-Grand-Prix in Doha. © DET / Lukasz Kowalski
Ein bärenstarkes Teilnehmerfeld mit 39 Paaren hatte sich heute für den 5*-Grand Prix in Doha eingefunden, doch es dauerte bis zur Startnummer 10, ehe das sehr spärlich anwesende Publikum die erste Nullrunde zu sehen bekam: Die Schweizerin Nadja Peter Steiner spielte die Stärken ihrer zuverlässigen Mila gekonnt aus und ließ im anspruchsvollen 1,60-m-Parcours alle Stangen liegen.
Danach war der Bann gebrochen: Auch die US-Reiterin Eve Jobs und ihr Gummiball Canto Bruno brachten die Null ins Ziel – direkt gefolgt von Gerfried Puck, der seinen starken belgischen Deckhengst Equitron Naxcel V mit viel Körpereinsatz fehlerfrei über die Ziellinie pilotierte. Noch fünf weitere Paare behielten ihre weiße Weste, Max Kühner und seinem London-Sieger EIC Cooley Jump The Q wurde leider – wie so vielen anderen Paaren in diesem Grand Prix – die Planke in der Mitte der Dreifachen Kombination zum Verhängnis. Dank ihrer guten Zeit von 77,96 Sekunden ritten die beiden trotzdem noch ins Geld: Es wurde Rang 12.
Im Stechen legte Eve Jobs mit der ersten Doppelnull vor. Lange hielt die Führung jedoch nicht: Puck und Naxcel nahmen dem US-Duo knapp eineinhalb Sekunden ab und setzten mit 44,92 Sekunden eine neue Bestmarke. Es hätte der Siegerritt sein können, wären da nicht Scott Brash (GBR) und die elfjährige Untouchable-Tochter Hello Mango gewesen, die die Zeitrechnung bei fehlerfreien 44,47 Sekunden stoppten.
Dabei blieb es. Keines der nachfolgenden Parre konnte die Zeiten von Brash oder Puck noch biegen, sodass der Brite gleich den zweiten Grand-Prix-Sieg an diesem Tag feiern durfte. Wenige Stunden zuvor hatte er mit seiner EM-Partnerin Hello Folie auch den Großen Preis der 3*-Tour für sich entschieden. Damit wiederholte er seinen Erfolg von vor 14 Tagen – schon da hatte er in beiden Grands Prix die Ehrenrunde angeführt.
Zweimal aufs Podest ging es heute aber auch für Gerfried Puck: Im ersten 5*-Zwei-Phasen-Springen über 1,50 m lieferte er im Sattel seines 13-jährigen Niederländers Idiaal Special (v. Falaise de Muze) die drittschnellste Doppelnull (0/32,21) hinter Abdulla Alsharbatlys (KSA) Boeckmanns Lord Pezi Junior (0/30,53) und Emanuele Gaudiano (ITA) mit Julius.D (0/30,86).
Unterm Strich: Zwei Podestplätze und knapp 70.000 Euro Preisgeld – Zahltag in Doha.
Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.