COMEBACK

Christian Steiner neuer Dressurreferent im OEPS

Ein Artikel von Pamela Sladky | 11.05.2026 - 16:32
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Christian Steiner ist zurück im OEPS udn übernimmt das Dressurreferat. © www.neumayr.cc

Mit Sabine Seeburger-Schranz hatte die neue Verbandsführung kurz nach ihrer Wahl eine bewährte Kraft zurück in den OEPS geholt. Nun gibt es mit Christian Steiner das nächste Comeback. Auch Steiners Karriere als Sportdirektor des Österreichischen Pferdesportverbandes war nur von kurzer Dauer gewesen. Nach knapp elf Monaten in dieser Position war man im September 2021 nach einer einvernehmlichen Vertragsauflösung bereits wieder getrennte Wege gegangen. Einen Sportdirektor hatte es im OEPS danach nicht mehr gegeben.

Anders als in seiner vorangegangenen Amtszeit wird Steiner seine Aufmerksamkeit künftig nur einer Disziplin widmen. Wie der Verband am Montag bekanntgab, konnte der Salzburger als Bundesreferent Dressur gewonnen werden, nachdem Dr. Ursula Barth diese Tätigkeit Ende April beendet hatte. (Mehr dazu lesen Sie hier.) In einem Telefonrundruf hat sich das Präsidium bereits mit großer Mehrheit für Christian Steiner ausgesprochen. Die Bestellung soll in der nächsten Präsidiumssitzung formal vollzogen werden.

„Nach dem Rücktritt von Dr. Ursula Barth konnte das Direktorium des OEPS in Abstimmung mit den Landespräsidenten diese wichtige Position bereits neu besetzen. Mit Christian Steiner konnte ein unabhängiger Fachmann gewonnen werden, der als Reiter, Veranstalter und Richter die unterschiedlichen Bedürfnislagen der Szene optimal im Blick hat. Aufgrund der bevorstehenden Championate hat er bereits seine Arbeit aufgenommen und in einem ersten Austausch die dringendsten Notwendigkeiten besprochen“, heißt es in einer Aussendung des Verbandes.
 

Staatsmeisterschaften als Championatssichtung

Die Kernziele für Steiners Tätigkeit sind bereits definiert. So will der neue Bundesreferent einen transparenten, offenen und direkten Austausch mit Reiter:innen, Trainer:innen, Landesreferent:innen, Pferdebesitzer:innen, Veranstaltern und Richter:innen pflegen. Neben der Beschickung der internationalen Championate sowie der Förderung und Unterstützung des Nachwuchses liegt ein Fokus auf der Attraktivierung der ÖSTM und ÖM. „ÖSTM und Österreichische Meisterschaften sollen im Frühjahr ausgetragen werden, damit eine Teilnahme daran wieder attraktiv wird und diese auch zur Sichtung für die jeweiligen Championate herangezogen werden können.“

Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist die Teilnahme an Nationenpreisen, „damit sich unsere Reiter:innen mit den Besten der Welt messen und sich die Pferde an die Turnierbedingungen großer Events gewöhnen können.“

Neuer Sichtungsmodus

Ein Thema, das in der Vergangenheit immer wieder für Unmut und Probleme gesorgt hatte, war der Sichtungsmodus des OEPS in der Dressur. Dieser soll reformiert werden. Statt fixer, verpflichtender Sichtungsturniere wird es künftig ganzjährig Sichtungen auf CDN-A-Turnieren nach vorheriger Anmeldung beziehungsweise Abstimmung geben. Die Beschickung der internationalen Turniere soll nach übersichtlichen, für alle gleichen Kriterien und transparenten Entscheidungen erfolgen.

„Ich danke für das Vertrauen des neuen OEPS-Direktoriums und das bereits erhaltene positive Feedback von vielen Dressurreiter:innen. Ich stehe für Transparenz sowie direkte, ehrliche Kommunikation und freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten!“, so der neue Bundesreferent.