Corentin Pottier und Gotilas du Feuillard anlässlich der Olympischen Spiele in Paris 2024 © FEI/Benjamin Clark
Mehr als ein halbes Jahr war Corentin Pottiers Spitzenpferd Gotilas du Feuillard nicht mehr auf einem internationalen Turnier zu sehen gewesen. In Gössendorf gab der 15-jährige Totilas-Sohn nun sein Comeback. Und das verlief ausgesprochen erfolgreich. Zugegeben: Mit nur fünf Starterpaaren war die Konkurrenz in der Vier-Sterne-Tour überschaubar. Doch die Ergebnisse des französischen Olympiapaares konnten sich absolut sehen lassen: 72,435 % im Grand Prix und 77,480 % in der Kür waren einsame Spitze.
Nur einem Duo gelang es, halbwegs in die Nähe von Pottier und Gotilas zu kommen: Camille Judet Chéret und Herelja Higgins. 70,304 % und 73,755 % gab es von der fünfköpfigen Jury für die beiden. Auch Judet Chéret nutzte das Turnier in der Steiermark als Comeback nach längerer Pause, in ihrem Fall war es aber eine unfreiwillige. Im Jänner war die 36-Jährige vom Pferd gestürzt und hatte dabei einen Wirbelbruch erlitten. Nach OP und Rekonvaleszenz ist die Französin nun aber wieder topfit, wie sie eindrucksvoll bewies. Sie reiste gleich mit drei Pferden nach Gössendorf und ritt sechsmal aufs Podest.
Komplettiert wurden die Top drei im Grand Prix und in der Kür durch Peter Gmoser. Der Burgenländer hatte seine WM-Hoffnung Dante’s Daiquiri mit in die Reitsportakademie Mühleck gebracht und ritt sie zu 68,109 % bzw. 72,820 %. Ulrike Prunthaller und Fleur TSF belegten dahinter mit 67,304 % und 71,110 % jeweils Platz vier.
2024 ritt Peter Gmoser seine Stute Dante's Daiquiri zum ÖSTM-Titel in Gössendorf - zwei Jahre später hab es hier nun zwei dritte Plätze in der Vier-Sterne-Tour. © Alice Benes Fotografie
Pottier auch in der Spécial-Tour nicht zu schlagen
Auch in der Drei-Sterne-Tour gab es kein Vorbeikommen an Corentin Pottier, allerdings war das Rennen hier deutlich knapper. Auf San Clouds Lucky schrieb der Franzose 68,565 % und 70,234 % an und setzte sich damit beide Male vor Raphael Netz (GER) mit Sola Diva (68,283 % und 68,298 %) und Camille Judet Chéret auf Donaustern (68,131 % und 68,213 %).
In den Nachwuchsklassen konnten vor allem Emilia Brandstätter mit DSP Weena (Junge Reiter) und Anna Bruckberger mit Quaters Diamond (Junioren) überzeugen, die jeweils zwei Siege erritten. Stark präsentierte sich außerdem Nele Cordt. Im Sattel von Fauntleroy holte sie mit 74,143 % und 72,575 % zwei zweite Plätze in der Children-Tour hinter der Tschechin Jasmina Vasaryova mit Friday I’m in Love.
Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.