Nach teuren Wechselfehlern im Grand Prix (66,870 %, Platz 13) legten Felicita Simoncic und ihr 16-jähriger KWPN-Hengst im Grand Prix Spécial fulminant los. Die wiederholten Wechsel zwischen Passage und starkem Trab sind dem Rappen auf den Leib geschneidert – entsprechend wohl fühlte sich Four Legends in der Anfangsphase der Prüfung. Das zeigte sich auch in der Bewertung: Nach der Trabtour lag das Paar bei 71,4 % – ein kräftiges Ausrufezeichen. Immer wieder auffallend: der schöne Rahmen und die gute Selbsthaltung, in der die Wienerin ihren Rappen präsentiert.
Im starken Schritt ließ sich Four Legends gut fallen, kam sofort in die Dehnung und suchte den Kontakt zum Gebiss. Der klare Viertakt ging im nachfolgenden versammelten Schritt leider etwas verloren, was die Richter:innen mit Noten zwischen 5,5 und 6,5 quittierten.
Im Galopp begann das Paar mit einer ausdrucksstarken Traversale, allerdings gestalteten sich die Serienwechsel wie schon im Grand Prix schwierig: Ein gut korrigierter Fehler in den Zweierwechseln führte zu Noten zwischen 4,5 und 5,5. Die Einer gelangen, waren jedoch nicht frei von Spannung, was ebenfalls zu Abzügen führte.
In der Schlussphase punktete das Paar erneut mit ausdrucksstarker Trabarbeit und beendete die Prüfung mit 68,766 %. Insgesamt war es erneut eine sehr gelungene Vorstellung, in der Simoncic und ihr Hengst durch ein schönes, harmonisches Miteinander auffielen. Ohne Fehler ist für dieses Paar die 70-Prozent-Marke locker drin.
Werth und Viva Gold in einer eigenen Liga
Sowohl Grand Prix als auch Spécial wurden von Isabell Werth und ihrem zehnjährigen Oldenburger Hengst Viva Gold dominiert. Das Paar setzte sich in beiden Prüfungen trotz Fehlern mit mehr als fünf Prozent Vorsprung an die Spitze und gewann mit 77,087 % und 76,319 %. Damit bleibt der Vivaldi-Sohn und Weihegold-Enkel, der in Mannheim erst sein zweites internationales Turnier bestritt, auf diesem Niveau weiterhin ungeschlagen.
Komplettiert wurde das rein deutsche Spécial-Podest durch Thomas Wagner mit Escolar’s Emil (71,234 %) und Carina Harnisch mit DSP Shelcon Cooper (69,66 %).
Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.