Die sogenannte „Horse Condition Task Force“ soll bestehende Regelungen analysieren und Vorschläge für einheitlichere Standards im internationalen Pferdesport erarbeiten. Hintergrund sind Forderungen mehrerer nationaler Verbände nach einer stärkeren Angleichung von Protokollen, Regeln und Sanktionen über die verschiedenen Disziplinen hinweg.
Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern der FEI-Disziplinen, Regionalgruppen, Veterinär- und Athletenkomitees sowie nationalen Verbänden und FEI-Offiziellen zusammen. Geleitet wird sie von einer unabhängigen Person.
Auf der Agenda der Task-Force stehen folgende Punkt:
- Die aktuellen Regeln zum Thema Blut am Pferd sollen in allen Regelwerken genau geprüft werden – sowohl in den allgemeinen als auch in den disziplinspezifischen.
- Dabei sollen mögliche Widersprüche und fehlende Regelungen im bestehenden System gefunden werden.
- Regelvorschläge, die bis zum 1. März 2026 von nationalen Verbänden und weiteren beteiligten Partnern eingereicht werden, sollen geprüft und bewertet werden.
- Begriffe, Einteilungen und Abläufe für FEI-Offizielle im Wettkampf sollen vereinheitlicht werden, wenn Blut am Pferd festgestellt wird.
- Es soll sichergestellt werden, dass bei jeder vorgeschlagene Harmonisierung der Schutz und das Wohl der Pferde weiterhin an erster Stelle stehen. Gleichzeitig sollen notwendige Besonderheiten einzelner Disziplinen berücksichtigt werden.
FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibáñez erklärte, dass alle Disziplinen das gemeinsame Ziel hätten, die bestmöglichen Bedingungen für Pferde und Athleten zu schaffen. Klare und verständliche Regeln seien dafür eine wichtige Grundlage.
Die erste Sitzung der neuen Arbeitsgruppe soll am 29. Juni 2026 stattfinden. Dann will die FEI auch die Mitglieder des Gremiums bekanntgeben.