Bis zur vollständigen Wiedereröffnung stehen noch viele Aufgaben an: Sämtliche Boxen, Stalltrakte, Paddocks sowie das gesamte Equipment müssen gründlich gereinigt und desinfiziert werden. © Pferdezentrum Stadl-Paura
Seit dem Ausbruch der Pferde-Influenza Anfang April herrschte im oberösterreichischen Pferdezentrum Ausnahmezustand. Eine Woche nach dem traditionellen Oster-CDI wurde im Bestand der erste Verdachtsfall bestätigt, weitere folgten. Letztlich erkrankten 50 der 150 Bestandspferde.
Anstelle von Turnier- und Veranstaltungsvorbereitung dominierten Krankenpflege sowie Präventions- und Hygienemaßnahmen den Alltag. Der Influenza-Ausbruch zog neben viel Arbeit auch einen großen wirtschaftlichen Schaden nach sich. Vier Veranstaltungswochenenden mussten abgesagt werden, darunter zwei internationale Springturniere mit rund 800 Pferden und Teilnehmern aus 15 Nationen. „Den Gewinnentgang können wir pauschal mit rund 150.000 Euro beziffern“, so Geschäftsführer Johannes Mayrhofer.
Wiederöffnung
Ende April nahm das ABZ Lambach unter strengen Hygienemaßnahmen den Praxisunterricht wieder auf. Ab 8. Mai startet auch der Turnierbetrieb wieder: Den Auftakt machen vom 8. bis 10. Mai ein nationales Fahrturnier (CAN) sowie die Stutbuchaufnahmen des Zuchtverbands. Am 14. Mai stehen ein Sternritt und ein Filmvortrag von Erich Pröll auf dem Programm, gefolgt vom internationalen Voltigierturnier (CVIO4*) vom 14. bis 17. Mai. Am 16. Mai lädt die Hofrunde zum Tag der offenen Stalltür. Weitere Highlights sind die Bundeshengstenschau der Pferd Austria am 24. Mai, das nationale Dressurturnier (CDN-A) vom 29. bis 31. Mai sowie ein Special-Olympics-Turnier am 31. Mai.
Vorbildlicher Umgang
Großen Zuspruch erhielt das Pferdezentrum durch seinen transparenten und proaktiven Umgang mit dem Influenza-Ausbruch. Vom ersten bestätigten Influenzafall bis zur Aufhebung der Quarantäne informierte das Stadl-Team regelmäßig über die Lage, die ergriffenen Maßnahmen und allfällige Konsequenzen. Das kam gut an in der Community.
„Die Reichweite rund um das Thema Influenza war in den vergangenen Wochen enorm und hat große Wellen geschlagen. Mir ist es wichtig zu betonen, dass Pferd und Mensch nun wieder ein sicheres und virenfreies Umfeld vorfinden – es besteht kein Grund zur Sorge. Pferdekrankheiten können, wie auch beim Menschen, jederzeit auftreten. Entscheidend sind in solchen Situationen vor allem der richtige Umgang und eine klare Kommunikation“, betont Mayrhofer.