Vielseitigkeit

Marbach: Lea Siegl nach Dressur mit zwei Pferden im Spitzenfeld, Jung in einer eigenen Liga

Ein Artikel von Pamela Sladky | 15.05.2026 - 12:53
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Lea Siegl und Van Helsing P anlässlich der EM 2025 in Blenheim (GBR)  © FEI/Benjamin Clark

Marbach ist in diesem Jahr Austragungsort des deutschen Vielseitigkeits-Nationenpreises. Teams aus sechs Nationen und viele Einzelreiter haben sich dazu auf der Schwäbischen Alb eingefunden. Auch Österreich ist mit von der Partie und tritt gegen Equipen aus Deutschland, Schweden, Belgien, Frankreich und der Schweiz an. Vertreten wird die rot-weiß-rote Mannschaft durch Lea Siegl mit Watermill Giorgio RS, Daniel Dunst mit Chavalier, Katrin Khoddam-Hazrati mit ihrer EM-Partnerin Renegade sowie Magdalena Zellhofer, die mit Highlight RZ ihr Vier-Sterne-Nationenpreis-Debüt gibt.

Bereits am Donnerstag stand die Dressur des CCIO4*-S auf dem Programm. Insgesamt 47 Paare gingen an den Start, besonders gut aus österreichischer Sicht präsentierte sich einmal mehr Lea Siegl. Mit ihrem Team-Pferd Watermill Giorgio ritt die Oberösterreicherin zu 68,23 % – aktuell Rang zwölf mit 31,8 Minuspunkten. Noch besser lief es im Sattel ihres WM-Partners, des 16-jährigen Van Helsing P. Hier gab es 70,73 % von der Jury, was vorläufig Platz sechs (29,3) bedeutet.

Für Daniel Dunst und seinen 16-jährigen Westfalen Chavalier pendelte sich die Wertung bei 63,13 % ein. Ins Gelände geht der Steirer mit 36,9 Minuspunkten als aktuell 26. Kathrin Khoddam-Hazrati mit 38,3 Minuspunkten (Rang 33) und Magdalena Zellhofer mit 42,5 Minuspunkten (Rang 43) komplettieren das österreichische Teamergebnis (107 Punkte, Rang 6).

Die nächsten Entscheidungen fallen am Samstag im Gelände – dem Herzstück der Vielseitigkeit – bevor das abschließende Springen am Sonntag über den Endstand entscheidet. Als großer Favorit geht Deutschlands Multi-Champion Michael Jung ins Rennen. Er liegt mit seinem bewährten Hannoveraner Chipmunk nach der Dressur überlegen in Führung. Seine Spitzenwertung von 78,85 % (21,2 MP) im Viereck bescherte dem Erfolgsduo einen Vorsprung von fast fünf Zählern auf Lea Siegls Lebensgefährten Felix Vogg (SUI) mit Colero (26,4). Die Belgierin Lara de Liedekerke-Meier rangiert mit Kiarado d’Arville knapp dahinter auf Platz drei (26,8).

In der Nationenwertung führt Gastgeber Deutschland mit 81,2 Minuspunkten klar vor Schweden (94,3) und Belgien (100,5).

Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.