Lea Siegl und Van Helsing P anlässlich der Europameisterschaften in Blenheim 2025 © FEI/Benjamin Clark
Für ihr erstes internationales Antreten der Saison hatte die Oberösterreicherin drei Pferde mit ins italienische Montelibretti gebracht. Mit zwei von ihnen – Van Helsing P und Watermill Giorgio RS – ging sie in der Kurzprüfung auf Vier-Sterne-Niveau an den Start.
Der Auftakt in der Dressur verlief nach Maß. Im Sattel ihrer EM-Sensation Van Helsing P zeigte Siegl eine harmonische Prüfung, die mit 68,440 Prozent bewertet wurde – umgerechnet 31,60 Minuspunkte. Damit musste sich die 27-Jährige lediglich ihrem Lebensgefährten Felix Vogg geschlagen geben. Der Schweizer kam mit seiner 15-jährigen Holsteiner Stute Cartania auf 69,580 Prozent beziehungsweise 30,40 Minuspunkte und übernahm damit zunächst die Führung.
Mit dem 15 Jahre alten Watermill Giorgio RS aus dem Besitz der Schweizerin Eveline Bodenmüller hatte Siegl aber noch ein zweites heißes Eisen im Feuer. 34,30 Minuspunkte markierten auch gleich die drittbeste Wertung in dieser Prüfung.
Im nachfolgenden Springen ließen die Siegl’schen Pferde alle Stangen liegen – im Gegensatz zu Voggs Cartania, die mit einem Abwurf aus dem Parcours kam. Damit rückte Siegl vor dem abschließenden Gelände sogar auf die Plätze eins und zwei vor.
Im Cross Country spulte die 27-Jährige ihre Ritte souverän ab. Sowohl Van Helsing P als auch Watermill Giorgio RS kamen ohne Hindernisfehler und mit nahezu identischer Zeit ins Ziel – zwei kontrollierte, sichere Runden, genau richtig für den Saisonbeginn.
Ähnlich legte Felix Vogg seinen Ritt an und war nur minimal schneller. Den Rückstand aus dem Springen konnte er jedoch nicht vollständig aufholen. So verteidigte Siegl mit Van Helsing P (54,00) ihre Führung und sicherte sich den Sieg – mit knappen 0,40 Punkten Vorsprung auf Vogg (54,40). Mit Watermill Giorgio RS (57,10) komplettierte sie als Dritte das starke Ergebnis.
Lea Siegl wird noch einige Zeit in Italien bleiben. Sie nutzt die guten Trainingsbedingungen des Centro Equestre Federale im rund 80 Kilometer entfernten Pratoni del Vivaro, um sich optimal auf die bevorstehende Saison vorzubereiten.